„Začala jsem, protože můj muž mě měl už dost.“ | Petra Ženíšková v Buď inspirující
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Das Buch dokumentiert die außergewöhnliche Umgestaltung des "Palais des Expositions" im belgischen Charleroi, das von 1948 bis 1953 nach Entwürfen des Architekten Joseph André realisiert wurde. Der 60.000 m2 große Messekomplex repräsentierte damals den Stolz der belgischen Industrie auf dem Höhepunkt ihrer wirtschaftlichen Blütezeit. Doch nur… Přejít na celý popis
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Das Buch dokumentiert die außergewöhnliche Umgestaltung des "Palais des Expositions" im belgischen Charleroi, das von 1948 bis 1953 nach Entwürfen des Architekten Joseph André realisiert wurde. Der 60.000 m2 große Messekomplex repräsentierte damals den Stolz der belgischen Industrie auf dem Höhepunkt ihrer wirtschaftlichen Blütezeit. Doch nur zwei Jahrzehnte später geriet die westeuropäische Stahl- und Kohleindustrie in eine Strukturkrise, von der sie sich nie mehr erholen sollte. Dadurch sank auch die Nachfrage an großen Messen Schritt für Schritt, bis sich der riesige Gebäudekomplex irgendwann nicht mehr wirtschaftlich betreiben ließ. 2015 veranstaltete die Stadt Charleroi einen Architekturwettbewerb zur inhaltlichen und baulichen Neukonzeption des Gebäudes, den das Team von AgwA und architecten jan de vylder inge vinck gewann. Um die Nutzfläche des dreiteiligen Komplexes zu verkleinern, ohne ganze Gebäudeteile davon irreversibel abzureißen, verwandelten sie etwa ein Fünftel des gesamten Gebäudevolumens von einem Innen- zu einem Außenraum. Dafür entfernten sie lediglich die Fassaden des zentralen Erschließungsgebäudes, das die beiden dreistöckigen Ausstellungsgebäude verbindet, erhielten jedoch alle seine Geschossdecken, Treppen und das Dach. Auf diese Weise ist in der Mitte des Gebäudes ein großzügiges urbanes Foyer entstanden, durch das der öffentliche Raum der Stadt sich nun quer durch das ehemals ge- schlossene Gebäude zieht. Heute erhebt sich das Ensemble wie Phönix aus der Asche aus den Ruinen des post-industriellen Niedergangs - als visionärer Vorbote einer nachhal- tigen Zukunft, die der Klimakrise mit einer Ökonomie der Suffizienz begegnet. Das Buch porträtiert diese Transformation der Subtraktion durch eine Einführung der deutschen Architekturkritiker und Verlegerinnen Ilka Ruby und Andreas Ruby, eine Serie von exzellenten Aufnahmen des renommierten belgischen Fotografen Filip Dujardin, der den gesamten Bauprozess begleitete, sowie durch detaillierte Pläne und Zeichnun- gen der Architekten. Kommentare verschiedener Protagonisten des Projekts - neben den Architektinnen auch Ingenieure, Planer, Projektentwickler sowie städtische Beamte und Politiker - verdeutlichen die im Oxymoron des Buchtitels anklingende ungewöhnliche Entwurfsstrategie, die sich als "Annehmen und Hinwegfügen" übersetzen lässt. In Zukunft könnte diese Strategie zu einem wichtigen Instrument für den Umgang mit einem wachsenden Bestand an Gebäuden werden, für die wir keine wirkliche Verwendung mehr haben.
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